Tja, was soll ich sagen, es ist schon wieder soweit, gefühlt ist es erst ein paar Wochen her, dass ich das letzte Mal über ein Jahr der Kinzi’s berichtet habe und zack sitze ich wieder hier. Wieder ein Bericht von einem Jahr, wo ich dachte, das wird doch mal ruhiger.

Zucker und Zimt
Wieder beginne ich mit unseren neusten Familienmitgliedern. Die Beiden haben sich in diesem Jahr sehr gut bei uns eingelebt. Nachdem Zimt immer sehr misstrauisch war, hat der sich mittlerweile zum absoluten Kuschelsüchtigen entwickelt und kann davon gar nicht genug bekommen. Ein sicherer Verdienst von Elianas Geduld und dem guten Händchen für Tiere.
Enjo
Enjo hat das Jahr wieder mit Snowboarden begonnen und wieder gut dazu gelernt. Er ist nach wie vor ein ausgeprägtes Draussenkind und kennt nur selten das Gefühl von Frieren. Er kommt da wohl ganz nach Papa und ist gerne auch bei kühleren Temperaturen nur in dünner Bekleidung anzutreffen. Auf die Frage ob es ihm im Kindergarten warm genug war, während andere vor Kälte geweint haben beantwortete er empört mit : „Ja, und ich durfte meine Jacke NICHT ausziehen.“ Enjo ist nach wie vor ein sehr entspanntes Kind und macht mit seinen 4 1/2 Jahren noch gerne ein 2 Minuten Mittagspäuschen das nach 1,5 Stunden Tiefschlaf beendet wird. In der übrigen Zeit hat er allerdings kaum Ruhe im Hintern und mittlerweile auch im Schnabel. Nachdem er das Jahr mit Logopädie wegen seiner noch schlechten Aussprache begonnen hat, hat er viel dazugelernt und hat großen Spaß am Sprechen. Nicht selten wacht er mitten in der Nacht auf mit einem „Blitzgedanken“ den er mit „Aber Papa….“ schnell mitteilen muss. Thema Nummer eins ist meistens die Feuerwehr, gleich gefolgt von der Luftrettung von der er ständig erzählt, seit wir im Juli Björn bei einer Übung in Bad Tölz zugesehen haben. So wird das Baumhaus oft zum Hubschrauber und alles was sich abseilen lässt wird fachmännisch abgeseilt.


Sein Fahrrad bewegt Enjo sehr kontrolliert und sammelte die ersten positiven wie negativen Erfahrungen auf verschiedenen Trails, mit Fullfacehelm und rundum Protektoren macht er einen gefährlichen Eindruck schafft es neben Bergabfahrten aber auch Distanzen von 15 km selbst zu fahren. Die Windel wurde Anfang des Jahres in die Unterhose getauscht und seit dem ist der eh schon dünne Kerl jetzt auch optisch noch schmaler :). Seinen vierten Geburtstag hat Enjo erstmals auch mit Kindergeburtstag gefeiert und hatte viel „Wasserspaß“ mit seinen Freunden im Garten. Im Sommer hat Enjo vor Allem durch unseren Urlaub mit Haus am Pool große Fortschritte im Wasser gemacht. Im Urlaub war der gängige Ablauf: Aufwachen, Schwimmweste an, Pool und abends Pool, Schwimmweste aus, Bett. Auf die Frage, was war das Beste am Urlaub, kam wie aus der Pistole geschossen: „DER POOL!!!“ Am „Wilden Kaiser“ hat Enjo dieses Jahr bei absolutem Regenwetter seine erste Wanderung zur Gruttenhütte fast komplett alleine gelaufen. Wenn er mal auf dem Hintern sitzt dann gerne um Lego zu bauen oder damit zu spielen, auch dort wer hätte es gedacht muss Zug um Zug die Feuerwache erweitert werden. Beim Laternenfest hat Enjo sich als leidenschaftlicher Sänger bewiesen, der lautstark alle Lieder schon Wochen vorher geträllert hat. Er freut sich schon auf Weihnachten und hat direkt auf Weihnachtslieder umgeschwenkt.
Linnja
Linnja ist nach wie vor die vorsichtige aber doch leidenschaftliche Skifahrerin. Neben Skifahren sind Linnjas Leidenschaften nach wie vor Playmobil spielen, kreatives Gestalten der Räume ihres Playmobilhaus’ oder diverser Regale, Basteln und Malen, Tanzen und Beauty. Linnja legt viel Wert auf gutes Aussehen, schöne Kleidung und nimmt sich gerne Zeit dafür sich schick zu machen. Linnja hat ihren neuen Lieblingsurlaubsort gefunden und möchte nach unserem diesjährigen Sommerurlaub statt nach Österreich am liebsten doch gleich nach Kroatien auswandern. Bedingung: Haus mit Pool.


Ihren 10ten Geburtstag feierte Linnja als Übernachtungsparty mit Sternenglanz Schatzsuche. Und zwar endlich mal an ihrem richtigen Geburtstag, da dieser endlich nicht mehr in den Ferien lag. Im September lief Linnja beim Brückenlauf mit und im Oktober hieß es für Linnja das erste Mal auf zur Klassenfahrt. Trotz vorheriger Skepsis hat sie Klassenfahrt in Fulda gut gemeistert. Nun ist sie schon im vierten Schuljahr angekommen und die Vorbereitungen auf den Schulwechsel im Sommer sind im vollen Gange. Sie backt und kocht mittlerweile gerne und zaubert hin und wieder kleine Köstlichkeiten in der Küche, die aber vorwiegend gerne Zuckerhaltig sind. Des Weiteren trifft Linnja sich sehr gerne mit Freundinnen und besucht den Mädchentreff im Jugendzentrum in Dorlar, wo oft kreative Sachen ganz nach Linnjas Geschmack angeboten werden (z.B.: Makramee oder Porzellan bemalen). Auch für unser Haus bastelt Linnja gerne und so wurde der diesjährige Adventskranz von ihr gestaltet.
Bela
Bela begann das Jahr in Kahl am Main, dort durfte er vier Wochen Bela-Urlaub in der dortigen Bärenfamilie machen. Wir holten ihn entspannt und gut gelaunt wieder ab und er startet ins zweite Schulhalbjahr. Bis zu den Sommerferien war es um Bela und die Schule sehr ruhig. Nach dem Sommerurlaub, den er 4 Wochen in Darmstadt verbrachte, begann das 8. Schuljahr für Bela mit massiven Neuerungen. Seine langjährige Teilhabeassistenz in der Schule hat gewechselt und er muss sich erst an diese Umstellung gewöhnen. Leider äussert sich das bei Bela in starker Unruhe die wir auch zu Hause sehr zu spüren bekommen und uns den Alltag ziemlich erschweren. Mit einigen Tricks haben wir wieder etwas Ruhe herstellen könne, aber vor allem seine Beine sind noch oft unruhig und werden oft zur Bedrohung für uns. In Dorlar wurde ein neuer integrativer Spielplatz errichtet auf dem man im Rollstuhl auf einem Trampolin „hüpfen“ kann. Das findet Bela super lustig und hat viel Spaß dabei. Anhaltende Baustellen bei Bela sind seine Haut und seine Allergien die uns hin und wieder an die Grenzen der Möglichkeiten bringen, weil die 25. Creme auch nicht hilft und selbst Ärzte ratlos sind. Für unseren geplanten Skiurlaub im Januar und den beantragten Aufenthalt für Bela in der Bärenfamilie warten wir noch auf die entsprechende Begutachtung und Entscheidung des Medizinischen Dienstes. Bela benötigt wieder ein neues Korsett was uns gegen Ende des Jahres noch zwei Ausflüge nach Bad Wildungen beschert. Beim ersten Termin hat Bela es erstmals geschafft das Röntgenbild alleine im Rollstuhl sitzend zu machen.


Eliana
Eliana hat das Jahr nach der Skifreizeit im letzten Jahr dual, also mit Ski und Snowboard, begonnen. Beides fährt sie mittlerweile sehr gut. Bei Garde und Showtanz an Fasching zeigte sie ihr Können und hat sich auch dazu entschieden, im nächsten Jahr wieder Garde zu tanzen, diesmal eine Gruppe höher in der „Funkengarde“. Ihr Hauptinteresse hat aber nach wie vor vier Beine, ist groß, schwer und stinkt nach Pferd ;). Wobei Eliana vehement dagegen hält und verkündet, das Pferde nicht stinken. Möglicherweise liegt das am habituellen Riechen, also der eingetretene Gewöhnungseffekt, denn sie verbringt zunehmend mehr Zeit in irgendeinem Stall als im häuslichen Schweinestall… Sollte man vielleicht direkt klar stellen, mit zunehmenden Alter sinkt das Chaos im Jugendzimmer! (Lässt hoffen, dass das auch bei Linnja noch so wird). Eliana hat im März ihr zweites Schulpraktikum in Altenstadt bei einer Pferdewirtin im Bereich Jungpferdeausbildung absolviert und seit dem ihren Lebensmittelpunkt fast ein bisschen Richtung Altenstadt verlagert. Jeder freie Nachmittag, freie Wochenenden und vor Allem die Ferien verbringt sie dort und hat seit dem reiterlich große Fortschritte gemacht. Dafür zeigt sie vollen Einsatz und fährt des Öfteren zu unchristlichen Uhrzeiten weit vor 6 Uhr mit dem Fahrrad nach Hüttenberg zur gemeinsamen Weiterfahrt mit „Chefin Corinna“ nach Altenstadt. Seit März hat sie viele Turniere mit verschiedensten Pferde mal erfolgreich, mal weniger erfolgreich absolviert dabei aber immer ihre Erfahrungen, sowie ihre Leidenschaft aussergewöhnliche und anspruchsvolle Pferde zu reiten, ausgeweitet.
Zwischendurch nimmt sie sich aber doch auch ab und zu mal Zeit für Freunde, hin und wieder sogar für uns als Familie und wenn es unbedingt sein muss auch mal um etwas für die Schule zu tun. In der 10. Klasse sind die Ansprüche jetzt nochmal etwas gewachsen und eine Projektarbeit erfordert durchaus etwas Aufmerksamkeit. Das Voltigieren hat sie etwas wehmütig an den Nagel gehängt nachdem es zu Unstimmigkeiten mit der Trainerin kam. Weiterhin trainiert sie aber hin und wieder die kleineren Voltigiergruppen. Eliana engagiert sich in der Jugendarbeit der Gemeinde und begleitete die aktuellen Konfirmanden auf Konfifreizeit, sie übernimmt Babysitter und Reitstunden für die Tochter ihrer „Chefin“ in Altenstadt und gönnt uns als Eltern öfter eine Auszeit indem sie ihre Geschwister abends beaufsichtigt während wir nochmal zum Sport oder einfach eine Runde spazieren gehen.


Den Sommerurlaub verbrachte Eliana eher unfreiwillig noch einmal mit uns, konnte aber dann doch der Zeit in Kroatien, Slowenien und Österreich das ein oder andere Schöne abgewinnen.
Im Oktober erfüllte sich für Eliana ein kleiner Traum, sie wurde Vereinsmeisterin im RuF Verein Waldgirmes mit einem der Pferde, die sie seit März in Altenstadt geritten hat. Benno wurde dafür extra von den Züchtern von Marburg nach Waldgirmes gefahren. Insgesamt wird Eliana mittlerweile von einigen auf Grund ihrer Reiterfahrung angefragt und hat sich schon das ein oder andere Goodie verdient.
Im November startete Eliana dann bei der Kampagneneröffnung mit dem diesjährigen Tanz wieder in die Faschingssaison und klettert nach wie vor erfolgreich in der Klettergruppe der Schule.
Auch bei Eliana steht zum nächsten Schuljahr der Schulwechsel in die Oberstufe an. Eliana hat sich dazu entschieden das Fachabitur im Bereich Agrarwirtschaft zu absolvieren und wird in der 11. Klasse das anstehende Jahrespraktikum wieder im Stall in Altenstadt machen. Darauf freut sie sich schon sehr.

Björn
Björn’s Jahr steht ganz im Zeichen der Feuerwehr. Nach dem Eintritt gegen Ende 2024 besuchte er den Grundlehrgang im Mai, den Atemschutzgeräteträgerlehrgang im September und frischt gerade in der Fahrschule seinen C und CE-Führerschein auf. Nebenbei besucht er regelmäßig die Übungen und engagiert sich bei der Kinderfeuerwehr. Enjo oft mit im Schlepptau. Neben der Feuerwehr ist natürlich auch noch die Luftrettung der Wasserwacht aktuell, die dieses Jahr mit zwei Hubschrauberübungen und einem Lehrgangswochenende in Bad Tölz refreshed wurden. Seine 4 Tage Woche hat er beibehalten und wenn er nicht Arbeiten oder anderweitig eingespannt ist verbringt er nach wie vor seine Zeit mit Basteleien und Reparaturen mehr oder weniger gerne am Haus und im Garten. Ein großes Projekt in diesem Jahr war eine zweite Ebene in Enjo’s Zimmer die nun als „Feuerwehrbett“ fungiert. Ende August erklimmte Björn den ein oder anderen Gipfel im Ötztal samt Gletscherüberschreitung und Besuch der Ötzifundstelle. Den freien Freitag verbringen wir überwiegend zu zweit vormittags im Fitnessstudio mit Sport und Sauna. Man kann es kaum glauben, aber neben all dem verbringt Björn oft und gerne Zeit mit den Kindern, sowie weniger gerne aber auch oft mit Haushalt und dem ständigen Aufräumen der 7000000 Gegenstände die permanent in unserem Haus fluktuieren. Das auch bei ihm sehr beliebte Fahrradfahren vor allem Sonntagvormittags musste sich in diesem Jahr zugunsten anderer Aktivitäten auf wenige Touren mit Enjo zum Dünsberg und doch überwiegend auf Zweckfahrten beschränken.
Lena
Lena begann das Jahr mit viel Wellness, erst gemeinsam als Paar und gleich anschließend mit Freundinnen. Im April feierte Lena einen schönen 40. Geburtstag, bei dem das Wetter wie gewünscht mitspielte. Neben Sauna, Haushalt, Pflege von Bela und Kinder-Care-Arbeit, arbeitet Lena nach wie vor in der Hebammenpraxis in Wetzlar mit ihren Babykursen und Babymassage sowie Beratungen. Zweimal im Jahr unterrichtet sie in der Pflegeschule in Pohlheim zum Thema Perinatale Pflege. Im Juni stand wieder eine Wanderung mit Mara an, diesmal mit Klettersteig im wunderschönen Tannheimer Tal.
Im Zuge der Fördervereinsarbeiten der Waldgirmeser Kindergärten besuchte Lena einen Kinderschminkkurs um u.a. bei der Kirmes künftig gut unterstützen zum können. Nachdem sie sich jahrelang vor allen Elternbeirataufgaben etc. gedrückt hat, ist sie seit diesem Jahr stellv. Elternbeirätin in Linnjas Klasse, stellv. Elternbeirätin im Waldkiga und Beisitzer im Förderverein der Kindergärten Waldgirmes. Zwei weitere Wellneswochenenden im September brachten Björn auf die Frage, ob man eigentlich „Über-Saunat“ sein kann. Nein,… wir können Euch beruhigen, kann man nicht.


Als Paar haben wir es in diesem Jahr genossen hin und wieder wieder mehr Zeit für uns zu haben, da Eliana uns oft zu Freiheiten verholfen hat, indem sie Geschwister betreut und den Kleinsten auch des öfteren zum Einschlafen gebracht hat. Die Zeiten in denen Bela noch in der Bärenfamilie war haben wir so organisiert, dass die zwei Kleinen noch Zeit bei Oma und Opa verbringen konnten, sodass wir ein Wochenende mit Sauna und Skydiving im Siebengebirge und eine Woche Paris verbringen konnten.Wir haben ein Konzert in Mainz bei Versengold besucht und kurz vor Weihnachten ein Revolverheld Konzert in Köln.
Als Familie haben wir das Jahr 2025 im Allgäu mit Birks begonnen, gefolgt von unserem Skiurlaub in Scheffau. Im Juni dann eine Kanutour für Eliana und Lena sowie ein langes Wochenende als Familie mit Freunden in der Rhön und Camping auf einem Bauernhof. Ein Besuch im Mathematikum läutete die Sommerferien ein, die wir dieses Jahr etwas aussergewöhnlich verbrachten. Unser erster Sommerurlaub mit Strand und Meer. Von Bad Tölz nach Postira (Insel Brac), einfach mal nichts tun. Sonne und Wasser genießen. Nach einer Woche Kroatien und drei Tagen in Slowenien haben wir dann auf dem Heimweg noch das Regenwetter im geliebten Österreich mitgenommen. Nicht nur im Fernen auch vor der Haustür haben wir inkl. Bela das Wasser mit SUB und Kajak befahren.


Wir hatten dieses Jahr schönen Schnee, tolle Zeiten mit Freunden aber auch nur wir als Familie, viele Pferde, Sonnenstunden, Sonnenuntergänge und Regenstunden, Regenbögen und Tränen vor Lachen. Viele Stunden Hitster und andere Spiele, Bergmomente, Matschhände und nasse Füße. Kerzenschein, leckeren Wein und gutes Essen. Wir bereisten vier Länder in einem Jahr, trafen neue Freunde und alte Bekannte. Wir lachten, verabschiedeten, trauerten und weinten. Wir haben gekuschelt und getuschelt, genascht und getanzt. Wir verabschieden ein schönes und abwechslungsreiches Jahr und freuen uns auf ein neues spannendes Jahr, so unvorhersehbar wie die Letzten, gehofft ruhiger aber sicherlich wieder schneller vorbei als gedacht!

